Online Redakteur gesucht

Für unser Team suchen wir ab August eine/n Mitarbeiter/in für die inhaltliche Gestaltung des Internetauftritts.

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Bildungsurlaub

In 12 Bundesländern (Ausnahmen sind: Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen und Thüringen) hat jeder Arbeitnehmer per Gesetz ein Recht auf Bildungsurlaub. Bis zu 5 Tage neben dem normalen Urlaub im Jahr. Nach einer Trendanalyse des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) liegt die Teilnahmequote in den meisten Bundesländern unter einem Prozent.

Ursachen sind zum einen die Firmenpolitik und die staatliche Anerkennung. Denn welcher Vorgesetzte gibt dem Mitarbeiter gerne Urlaub. "Irgendwie passt es nie. Aufträge müssen abgearbeitet werden, und ohnehin ist die Personaldecke dünn. Doch beim Thema Bildungsurlaub zeigen sich manche Vorgesetzte noch kompromissloser." (Henning Zader: Zeit zum Lernen, FAZ, 25.11.2008). Bei der staatlichen Annerkennung kommt es darauf an, dass der Bildungsurlaub den jeweiligen Landesgesetzen entspreche. In Nordrhein-Westfalen wurde extra dafür das Arbeitnehmerweiterbildungsgesetz (AWbG) eingeführt. Demnach darf der Bildungsurlaub nicht der Erholung, privaten Haushaltsführung, Unterhaltung sowie der Körper- und Gesundheitspflege dienen. Veranstaltungen im Ausland sind nur erlaubt wenn sie in Ländern stattfinden, die an Nordrhein-Westfalen angrenzen, am Sitz des EU-Parlaments oder "am Ort von Gedenkstätten oder an Gedächtnisorten der Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus" (§9 Abs. 3 AWbG).

Vor allem Sprachkurse sorgen in der Praxis für Streit. "In einem Urteil ist der Spanischkurs für Programmierer keine berufliche Weiterbildung. In einem anderen Urteil bei einer Bankkauffrau schon. Ein Schwedischkurs für Ingenieure hingegen wurde wegen eines fehlenden Bezugs zur Arbeit abgelehnt", fasst Arbeitsrechtsanwalt Matthias Spirolke von der Kanzlei Hümmerich legal zusammen. In jedem Fall müssen die Mitarbeiter nachweisen können, dass die Veranstaltung den gesetzlichen Grundlagen entspricht, also entweder der beruflichen oder der politischen Weiterbildung dient. (Henning Zader: Zeit zum Lernen, FAZ, 25.11.2008)

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Kritik an der PISA-Studie

Die Ausrichtung der PISA gerät zunehmend in Deutschland unter Kritik. Die PISA-Studie aus dem Jahre 2000 orientiert sich insbesondere an dem Konzept der „Realistic Mathematics Esucation“ welches überwiegend in Großbritannien und den Vereinigten Staaten als Leitbild dient. Das deutsche Schulsystem geht dagegen eher den Weg der fachlich differenzierten Bildung. So haben zum Beispiel deutsche Schüler genau bei den Fragen die eine fachliche Nähe zu einem Teilgebiet überdurchschnittlich abgeschnitten. Auch die Konzeption des Pisa-Lesetests 2000 ist weit von den Lehrplänen des Deutschunterrichts entfernt. Während an den deutschen Schulen ein breites Spektrum literarischer Texte behandelt wird, dominieren im Pisa-Test Sachtexte, wie Gebrauchsanweisungen, technische Beschreibungen und Zeitungsberichte.

Richard Münch führt diese Kluft des deutschen Bildungssystems und der PISA-Studie in seiner im Februar 2009 erscheinenden Studie „Globale Eliten, lokale Autoritäten: Bildung und Wissenschaft unter dem Regime von PISA“, McKinsey & Co. Frankfurt (Edition Suhrkamp, 2009) auf den Mangel der fächerübergreifenden Grundkompetenz zurück. Nach Münch fehlt dem deutschen Bildungssystem ein fächerübergreifend methodisches Vorgehen für die breite Masse. Aus diesen Gründen sieht Münch eine Unterwerfung (unterdurchschnittliches Abschneiden) der deutschen Kultur des Fachwissens unter die angloamerikanische Fokussierung auf allgemeine Kompetenzen in der PISA-Studie. - Die Konsequenz ist eine unzulängliche Interpretation der PISA-Studie.

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